Weshalb ich nicht gewählt werden konnte

Bevor ich darauf eingehe, möchte ich mich erst mal ganz herzlich bei all meinen Unterstützern für die Zeit vor der Wahl und die Stimmen an sich bedanken. Es war eine spannende und lehrreiche Zeit! Habe sehr interessante Gespräche geführt und nette Rückmeldungen erhalten. Dies alles war die Mühe wert und ich bin dankbar dafür!

Weshalb ich nicht gewählt werden konnte, dafür finde ich viele Gründe. Ich habe mir schon vor der Kandidatur relativ kleine Chancen ausgerechnet. Denn:

  • 7 von 8 bestehenden Behördenmitglieder traten zur Widerwahl an. Da die Schule in einem guten Licht steht gibt es für die Wähler eigentlich keinen Grund daran was zu ändern.
  • als Zuzüger vor drei Jahren hält sich der Bekanntheitsgrad natürlich in Grenzen.
  • ich gehöre keiner Partei an die mich im Wahlkampf unterstützen könnte.
  • meine „Werbung“ beschränkte sich fast ausschliesslich auf sozial Media, abgesehen von einem Zeitungsbericht.
  • war ich beinahe Jüngster Kandidat, ohne spezielle Qualifikationen für dieses Amt.
  • einem Patzer der Gemeinde Hefenhofen die unfreiwillig durch Unachtsamkeit den Eindruck erweckt hat, dass sie die bestehenden 7 zur Widerwahl empfiehlt
  • und und und…

Viele dieser Punkte waren mir schon vor der Wahl bewusst und trotzdem wollte ich die Chance nutzen. Zu verlieren hatte ich nichts, denn auch ohne dieses Amt weiss ich was ich mit meiner Zeit anzufangen ;). Gewonnen habe ich aber einige Erkenntnisse die mir niemand mehr nehmen kann. Die, dass trotz Digitalisierung die analogen Medien nach wie vor funktionieren. Dass es trotzdem möglich ist auch ohne grossen Bekanntheitsgrad eine Wählerschaft zu mobilisieren, auch dank dem freundlichen Einsatz von Freunden und Bekannten. Und dass man mit Ehrlichkeit doch immer noch viele Leute erreicht.

Zum Schluss bleibt mir nur noch den gewählten Behördenmitglieder herzlich zu gratulieren und ihnen viel Erfolg bei den anstehenden Aufgaben zu wünschen! Ich bin überzeugt dass ich das eine oder andere Mitglied im Bereich der Schulwegsicherheit für die IG – Sicher zur Schule bestimmt nochmals sehen werde 🙂

Alles ziemlich analog!

Ich bin ehrlich überrascht. Überrascht darüber, dass sich die Welt stetig weiterentwickelt, alles digitaler wird, soziale Medien wie Facebook, Twitter, Instagram, usw. omnipräsent sind und trotz allem der Wahlkampf – um einen Platz in der Schulbehörde – bei all meinen Mitstreitern völlig analog abläuft. Ich stelle das nicht in Frage oder wage es zu kritisieren. Mit Zeitungsartikeln, Flugblättern in Briefkästen, Inseraten und Leserbriefen erreicht man in der Tat viele Leute! Und trotzdem erlaube ich mir selbst die Frage zu stellen: „Ist denn das noch zeitgemäss?“ 

Ich für meinen Teil finde die Nutzung von sozialen Medien absolut sinnvoll. Sie entspricht dem Puls unserer Zeit, ist kostengünstig und lässt – was ich persönlich sehr wichtig finde – direkte Interaktionen zu. Wer über einen Beitrag diskutieren möchte, kann das jederzeit tun. Wer etwas gut oder schlecht findet, kann das bekunden oder mit seinem direkten Umfeld teilen. Natürlich gibt es auch Gefahren. Wer aber mit den sozialen Medien, genau wie im realen Leben, gewisse Anstandsregeln beachtet, hat wenig zu befürchten.

Wie ich es schon bei meiner Vorstellung am Podium erwähnt habe, kann ich es nur nochmals betonen: All meine Mitkandidaten bringen in Bezug auf Schulthemen wesentlich mehr Erfahrung mit als ich. Aber egal wie die Wahl verläuft, die viele Erfahrung bleibt ohnehin erhalten. Es stellt sich mir deshalb die Frage, würde etwas Aussensicht und Neutralität im Umgang mit Fragen rund um die Schule dieser Behörde nicht gut tun? Jemand der etwas anders denkt, sich etwas anders Verhält und für die Bevölkerung durch die Präsenz in den sozialen Medien auch etwas zugänglicher ist? Ich werde die Schule nicht revolutionieren, das kann ich nicht und habe ich auch nicht vor. Aber ich möchte gerne das Behördenmitglied sein, welches vom Kollektiv lernt, dem aber auch noch etwas beibringen kann.

Ihr, geschätzte Stimmbürgerinnen und Stimmbürger, habt am 12. Februar die Wahl, ich freue mich darauf.

 

Wahl in die Schulbehörde Amriswil – Hefenhofen – Sommeri

Anfang Februar finden in der Schulgemeinde Amriswil – Hefenhofen – Sommeri die Gesamterneuerungswahlen für die Schulbehörde statt. Nachdem ich mich gründlich über die anstehenden Aufgaben eines Behördenmitglied informiert habe und mich die Herausforderung reizt, habe ich mich entschieden für die Wahl in die Schulbehörde aufstellen zu lassen.

Durch mein Engagement für die «IG – Sicher zur Schule» konnte ich bereits Erfahrungen im Umgang mit diversen Behörden sammeln. Durch meine Tätigkeit als Produktentwickler bin ich es gewohnt mich stets in neue Aufgabengebiete einzuarbeiten und die Vorgaben durch kreative Lösungen umzusetzen. Da ich einer Teilzeitbeschäftigung nachgehe bringe ich auch die notwendige Flexibliät mit, die ein solches Amt abverlangt.